S - Wachbesetzung (Einsatz-Nr. 75)
Hilfeleistung
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eingesetzte Kräfte | |||||||||||||
Fahrzeugaufgebot
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Einsatzbericht
Unwettereinsatz fordert Einsatzkräfte über viele Stunden
Am Donnerstag, dem 16. Juli 2026, wurde die Abteilung Neureut um 19:11 Uhr zunächst zur Wachbesetzung der Feuerwache aufgrund der angekündigten Unwetterlage alarmiert. Bereits kurze Zeit später entwickelte sich aus der Wetterlage eine außergewöhnliche Einsatzserie, sodass die Abschnittsführungsstelle (AFüSt) Neureut gemeinsam mit den Abteilungen Mühlburg und Knielingen eingerichtet wurde.
Über die AFüSt wurden sämtliche Einsätze im Ausrückegebiet der Abteilungen Neureut, Mühlburg und Knielingen sowie in der Nordstadt und Teilen der Karlsruher Innenstadt koordiniert. Bis in die frühen Morgenstunden mussten insgesamt 105 Einsätze disponiert und abgearbeitet werden. Hierzu gehörten überwiegend umgestürzte Bäume, lose oder herabgestürzte Äste, beschädigte Dächer sowie weitere sturmbedingte Gefahrenstellen.
Die Abteilung Neureut war mit 41 Einsatzkräften und sechs Einsatzfahrzeugen im Einsatz. Darüber hinaus wurden zahlreiche Einsatzkräfte und Fahrzeuge weiterer Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr Karlsruhe, der Berufsfeuerwehr Karlsruhe sowie der Freiwilligen Feuerwehr Rheinstetten und des THW durch die AFüSt koordiniert.
Neben den zahlreichen technischen Hilfeleistungen kam es im Verlauf des Einsatzgeschehens auch zu mehreren zeitkritischen Einsatzlagen.
In der Michiganstraße wurde die Feuerwehr zu einem Einsatz alarmiert, nachdem ein Baum infolge der schweren Sturmböen umgestürzt war und einen Radfahrer erfasst hatte. Trotz des schnellen Eingreifens von Feuerwehr und Rettungsdienst kam für den Mann jede Hilfe zu spät. Der Einsatz stellte aufgrund der tragischen Umstände für alle Beteiligten eine besonders belastende Situation dar und überschattete das gesamte Einsatzgeschehen.
Später wurden die Einsatzkräfte zu einem Dachstuhlbrand in Neureut alarmiert. Während des Unwetters war im Dachbereich eines Wohngebäudes ein Feuer ausgebrochen. Die Brandbekämpfung gestaltete sich aufgrund der anhaltenden Unwetterlage sowie der Vielzahl zeitgleich laufender Einsätze besonders anspruchsvoll. Durch das schnelle und koordinierte Eingreifen der Feuerwehr konnte eine weitere Ausbreitung des Brandes verhindert werden. Im Anschluss waren umfangreiche Nachlöscharbeiten sowie Kontrollen auf verbliebene Glutnester erforderlich.
Ein gemeldeter Kaminbrand in Knielingen stellte sich glücklicherweise als technischer Defekt heraus und bestätigte sich vor Ort nicht als Brandereignis.
Von großer Bedeutung war außerdem die Beseitigung mehrerer umgestürzter Bäume, welche die Zufahrt zur Zentralen Notaufnahme des Städtischen Klinikums Karlsruhe blockierten. Durch den schnellen Einsatz der Feuerwehr konnte die Erreichbarkeit der Notaufnahme für Rettungsdienst und Patienten zeitnah wiederhergestellt werden.
Für die Einsatzkräfte der Abteilung Neureut endete der kräftezehrende Einsatz gegen 6:00 Uhr am Freitagmorgen. Doch auch damit war die Arbeit noch nicht beendet: Im Laufe des Vormittags mussten erneut zwei sturmbedingte Einsätze abgearbeitet werden.
Besonders bedanken möchten wir uns beim ASB Karlsruhe sowie der Bäckerei Glutsch und den Nachbarn der Einsatzstelle beim Dachstuhlbrand für die Verpflegung der Einsatzkräfte.
Die Unwetterlage machte einmal mehr deutlich, wie wichtig das reibungslose Zusammenspiel von Berufsfeuerwehr, Freiwilliger Feuerwehr und den benachbarten Feuerwehren sowie weiterer Hilfsorganisationen bei außergewöhnlichen Schadenslagen ist. Ein herzlicher Dank gilt allen eingesetzten Kräften für ihren engagierten und professionellen Einsatz über viele Stunden hinweg.




